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9. Juli 2026

 

 

 


 

 

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Es kann so trocken sein
– Wasserkrise in Brandenburg


 

 

Berlin-Brandenburg, 09.07.2026 – Brandenburg befindet sich inmitten einer akuten Wasserkrise. Während der Klimawandel die Region mit der nächsten Hitzewelle und anhaltender Dürre konfrontiert, verschärft die strukturelle Übernutzung durch industrielle Großkonzerne den Wassermangel drastisch. Um auf diese existenzielle Bedrohung aufmerksam zu machen, ist eine neue Social-Media-Kampagne gestartet, die die aktuelle Wasserkrise erklärt, Verursacher benennt und Forderungen zur Novellierung des Brandenburger Wassergesetzes stellt.

„Brandenburg muss lebenswert bleiben: Während sich die Wasserknappheit vielerorts weiter verschärft und Entnahmeverbote für Bürger*innen ausgesprochen werden, nutzen Großkonzerne wie die LEAG, Red Bull oder Tesla gigantische Wassermengen, um Profite zu machen“, sagt Lena Eyerich vom Klima*Kollektiv e.V. „Die Trinkwasserversorgung braucht Vorrang!“ Die neue Social-Media-Kampagne „Brandenburg – Es kann so trocken sein“ erklärt die Zusammenhänge der Wasserkrise in Brandenburg. Dabei spielt das Grundwasser eine große Rolle, denn Brandenburg bezieht 95 Prozent seines Trinkwassers aus dem Grundwasser. Gleichzeitig herrscht in 15 von 18 Landkreisen Grundwasserstress. Das heißt, dass mehr Grundwasser entnommen wird, als sich neu bilden kann. Doch die Klimakrise verhindert aufgrund steigender Temperaturen und einer stärkeren Verdunstung eine ausreichende Neubildung von Grundwasser. Starkregen fließt über versiegelte oder ausgetrocknete Böden ab und kann den Grundwasserstand ebenfalls nicht ausgleichen.

„Zusätzlich zur Klimakrise gibt es in Brandenburg einen fast ungehinderten Zugang zur kommerziellen und landwirtschaftlichen Nutzung von Wasser. Die aktuellen Wasserentgelte spiegeln nicht den Ernst der Lage wider und müssen im neuen Wassergesetz endlich sozial gerecht verteilt werden“, erklärt Lena Eyerich. Beispiele dafür finden sich laut der Sprecherin in Baruth, wo Red Bull 92 % des geförderten Grundwassers für die Produktion von Energy-Drinks nutzen möchte. Was Red Bull für die täglichen 6,5 Millionen Liter Grundwasser bezahlt, ist Geheimsache. Ein anderes Beispiel für die ungehinderte Wassernutzung trotz Krise zeigt die LEAG: Das Braunkohleunternehmen will mit 5,7 Milliarden Kubikmetern Wasser die riesigen Tagebaulöcher fluten. Hierfür bezahlt die LEAG fast gar kein Wasserentgelt.

Ziel der Social-Media-Kampagne ist es, Brandenburger*innen über die Wasserkrise aufzuklären und zu ermutigen, sich für eine sozial gerechte Wasserwende einzusetzen. Das Design der Kampagne spielt dafür mit klassischen Brandenburger Landschaften wie heimischen Seen, lebenswerter Flora und Fauna, weiten Braunkohlegruben sowie den neueren Industrieansiedlungen. Die Social-Media-Kampagne wird mit einzelnen thematischen Beiträgen in den kommenden Wochen veröffentlicht.Hintergrund: Das Wasserhub des Klima*Kollektiv e.V. arbeitet dezentral zur Wasserknappheit und zu Nutzungskonflikten u. a. in Brandenburg. Die Social-Media-Kampagne ist auf Initiative der Wasservernetzung Brandenburg-Berlin entstanden und wird auf Instagram veröffentlicht.

Kontaktinformationen:

Ansprechperson: Lena Eyerich
E-Mail: wasser@klimakollektiv.org
Instagram: @water.justice.now


 
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