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12. März 2026

 

 

 


 

 

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WasserInBürgerhand!

BBU-Wasserrundbrief Nr. 1247, 17. Februar 2026

 

Wasserbankrott in Jackson (Mississippi/USA)

 

Die folgenschwere Vernachlässigung der öffentlichen Infrastruktur in den USA führt zu Zuständen, die man in Deutschland wohl eher in einem Dritt-Welt-Land vermuten würde. Exemplarisch für den Niedergang der kommunalen Wasserversorgung ist die Stadt Jackson in Mississippi. Dort war es ab Sommer 2022 zu einer schweren Wasserkrise gekommen, die damals der Neuen Zürcher Zeitung eine ausführliche Berichterstattung Wert war. Nach Überschwemmungen und dem Zusammenbruch der völlig veralteten Wasseraufbereitungsanlage hatten etwa 150.000 EinwohnerInnen monatelang kein trinkbares Leitungswasser, was zu Notstandsmaßnahmen und Flaschenwasserverteilungen führte. 

Die Krise verschärfte die soziale Verelendung in der mehrheitlich schwarzen Stadt, die ohnehin unter hoher Kriminalität und Bevölkerungsrückgang litt. Das Desaster wurde noch verschärft, weil sich der sozialistisch ausgerichtet Bürgermeister von Jackson und die republikanischen Landesregierung von Mississippi traditionell spinnefeind waren. Die NZZ hatte den Wasserbankrott in Jackson als Beispiel für strukturellen Rassismus und die Vernachlässigung der Infrastruktur in den USA thematisiert. Die lesenswerte Berichterstattung der NZZ vom 13.12.22 besteht aus zwei Aufsätzen, von denen einer unter
https://tareno.ch/wp-content/uploads/2023/08/ NZZ_13.12.2022_S.5.pdf
kostenfrei heruntergeladen werden kann. Ein weiteres Beispiel für die Vermischung von Rassismus und dem Herunterwirtschaften der Trinkwasserversorgung in den USA ist im RUNDBR. 1082/1-3 am Beispiel der ehemaligen Autometropole Flint (Michigan) vorgestellt worden.


Der BBU-WASSER-RUNDBRIEF berichtet regelmäßig über die Angriffe auf die kommunale Daseinsvorsorge. Interessierte können kostenlose Ansichtsexemplare anfordern.
Clip-Fisch 2

 
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