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1. Januar 2026

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BBU-Wasserrundbrief Nr. 1244, 14. Dezember 2025

 

Alle reden über PFAS – aber wer
kümmert sich noch um PAKs?

 

Wie im RUNDBR. 1243 erläutert worden ist, bekommt die Wasserwirtschaft wegen der Poly- und Perfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) und wegen Trifluoracetat (TFA) immer größere Probleme.

Aktuell werden PFAS & TFA sowohl in den Fachkreisen als auch in den Medien demzufolge hoch- und runterdiskutiert. Wie im RUNDBR. 1240 aufgezeigt wurde, gibt es aber auch noch „Uraltschadstoffe“. Zu den gewässerrelevanten „Altsubstanzen“ zählen die Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Viele der PAK sind cancerogen und reproduktionstoxisch. Die PAK sind zudem eine Ursache, dass flächendeckend der „gute chemische Zustand“ nach den Vorgaben der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Deutschlands Fließgewässern nicht eingehalten werden kann.

Eine Ursache der ubiquitären Belastung der Umwelt mit PAK sind etwa eine Milliarde Tonnen teerhaltiger Asphalt, der bis in die 80er Jahre in praktisch allen damaligen Straßen Deutschlands verbaut worden ist. Wenn die Straßen und Gehwege für die Verlegung von Fern- und Nahwärmeleitungen sowie von Glasfaserkabeln und für die Sanierung der sonstigen unterirdischen Infrastruktur (Strom, Gas, Trinkwasser, Abwasser) aufgerissen werden, kommt der in Vergessenheit geratene teerhaltige Asphalt überall wieder ans Tageslicht. Und da stellt sich dann die Frage, wie die hochgradig mit PAK belasteten Teerschichten möglichst wenig umweltschädlich entsorgt werden können. Die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) empfiehlt hierfür die thermische Dekontaminierung des teerhaltigen Straßenaufbruchs. Die Empfehlung ist aber insofern praxisfern, weil es in Deutschland keine thermischen Behandlungsanlagen für Straßenaufbruch gibt! Demzufolge müssen jährlich drei bis vier Millionen Tonnen teerhaltiger Straßenaufbruch als „giftiger Abfall“ deponiert werden.

Was tun gegen die umweltkriminelle
Entsorgung von Straßenaufbruch?

 

Da die Deponiekapazitäten schrumpfen und die Deponierungskosten immer höher werden, ist es für die Tief- und Straßenbaufirmen verführerisch, beispielsweise über Asphaltmischwerke den Teer illegalerweise in den Straßenbau wieder zurückzuschleusen – oder genauso illegal in der freien Natur zu verklappen. Offensichtlich werden diese illegalen Wege breitflächig praktiziert. Offensichtlich deshalb, weil von den drei- bis vier Millionen Tonnen PAK-haltigem Straßenaufbruch pro Jahr nach LAGA-Angaben nur etwa zwei Millionen tatsächlich deponiert werden. Insofern muss angenommen werden, dass jährlich Hunderttausende Tonnen giftiger Straßenaufbruch einfach spurlos verschwinden!

Um dieser Misere abzuhelfen, hat der Ak Wasser im BBU gegenüber der LAGA drei Vorschläge formuliert, die auf unserer Homepage www.akwasser.de abrufbar sind.


Der BBU-WASSER-RUNDBRIEF berichtet regelmäßig über die Angriffe auf die kommunale Daseinsvorsorge. Interessierte können kostenlose Ansichtsexemplare anfordern.
Clip-Fisch 2

 
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